Am Wochenende habe ich mal wieder mein kleines Dorf verlassen und habe mich auf den Weg in meine alte Stadt gemacht, Castuera. Denn dadurch dass ja hier fast alle Menschen katholisch geprägt sind, hatten wir am ersten November auch Feiertag und somit ein verlängertes Wochenende. Und somit habe ich das Wochenende in meiner alten Wohnung verbracht. Nur das es dort nun noch interkultureller zugeht als zuvor. Insofern waren wir an dem Wochenende aus vielen Ländern vertreten. Bedeutet am Freitag Abend waren wir Leute aus England, Griechenland, Russland, Polen, Taiwan, USA und ich aus Deutschland. So etwas ist immer recht interessant, weil man aus vielen Ländern verschiedene Ansichtsweisen oder Lebensweisen erfährt. Insofern war das Wochenende mal wieder sehr lustig und ich konnte mein Englisch mal wieder aufbessern. Denn zur Zeit fällt es mir sehr schwer zwischen den zwei Sprachen hin und her zu schalten. Zu Beginn konnte ich kein Englisch mehr sprechen, obwohl ich es wollte, kam dann trotzdem nur Spanisch aus meinem Mund. Naja daran muss ich noch arbeiten. Man ist einfach schon zu sehr an das Spanische gewöhnt. Aber das ist ja nichts schlechtes. Leider hatten wir dieses Wochenende auch das erste mal so richtig schlechtes Wetter. Viel Regen und Wind und ungewohnt kalt mit 8 °C nachts – natürlich kein Vergleich zu Deutschland :-). Aber auch in der Wohnung in Castuera war es sehr kalt, obwohl es eine relativ neue Wohnung ist. Obwohl die Spanier wissen, dass es im Winter kalt wird, sind sie doch recht schlecht dafür ausgestattet. Denn so etwas wie eine Zentralheizung kennt hier so gut wie kein Spanier. Dafür haben sie dann Stufas, also Heißluftgebläse, elektrische Heizkörper oder Heizstrahler, die mit Gas funktionieren. Was aber so gut wie jedes Haus hat, ist ein Überbleibsel der Araber. Eine Heizung unter dem Tisch. Früher hatte man eine Wanne mit Kohle unter dem Tisch, heute einen elektrischen oder Gas befeuerten Stufa. Dann hat man eine lange Decke die bis auf den Boden geht. Darunter streckt man dann seine Beine und es ist mollig warm. Eine sehr schöne Sache. Allmählich merkt man nun hier auch, dass es langsam Winter wird, denn die Spanier sind deutlich zurückgezogener. Die Straßen und die Bars sind leerer. Auch wenn die Spanier sich über zu warmes Wetter ständig beschweren, können sie auf die Hitze nicht verzichten. Denn man muss ganz klar sagen, dass sich hier das soziale Leben im Sommer normalerweise in den Bars und auf den Straßen abspielt.
Noch ein kleines Anhängsel, was mir so aufgefallen ist. Die Mücken hier sind wirklich sehr nervig. Denn jetzt hat man unheimlich viele in den Häusern, weil es draußen so kalt ist (für hier kalt). Aber es wäre nicht so schlimm, wenn sie nicht so aggressiv wären. Denn sie fliegen die ganze Zeit um einen rum, wollen sich immer auf deine Haut setzen. Kein Vergleich zu deutschen Fliegen :-).
Mehr fällt mir jetzt gerade nicht ein, ich melde mich wieder.
Mehr fällt mir jetzt gerade nicht ein, ich melde mich wieder.
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